Yvonne H.

Deine ursprüngliche Berufswahl

Na, wie war`s damals bei dir?

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Wer hat entschieden, welchen Beruf du nach der Schule ergreifen solltest? Oder welches Studium gut zu dir passt?
Warst du es oder deine Eltern? Oder jemand ander, der über deinen Kopf hinweg entschieden hat?
Hast du den Job bekommen, den du dir gewünscht hast? Oder hast du dich nach Bewältigung des Bewerbungsverfahrens einfach für eine der Lehrstellen entschieden, die dann noch übrig blieb? 
Hast du den Studienplatz bekommen, der auf deiner Liste ganz oben stand? Oder war es nur einer der weiter hinten angesiedelten Plätze, die alles andere als deine erste Wahl waren?
Und wie ging es dann für dich weiter? War es genau die Ausbildungsstelle, in der du aufgegangen bist, wo du deine Talente und Fähigkeiten ausleben konntest? Warst du glücklich mit den Gegebenheiten, der Athmosphäre im Betrieb, den Vorgesetzten und Kollegen?
Und dein Studienfach? Hast du dich im Thema wiedergefunden, oder hast du dich nach einigen Semestern dazu entschieden, doch noch einen anderen Weg einzuschlagen und das Studienfach zu wechseln oder gar abzubrechen?

Wenn die Entscheidung ansteht

Ich glaube, dass man im Alter von ca. 15 Jahren, in dem die Bewerbungsverfahren des Jahrgangs der 9. Klassen laufen, in der Regel zu jung ist, um eine solch schwerwiegende Entscheidung für sein Leben zu treffen.
Auch, sich mit 18 oder 19 für ein Studienfach zu entscheiden, wenn man doch bisher in den meisten Fällen nichts als die Schule gesehen hat, empfinde ich als zu früh. Es mag Fälle geben, in denen das gut geht, bei Menschen, die aufgrund ihres Bezugs zum Job oder Studienfach, z.B. durch den Betrieb der Eltern schon Erfahrungen in dem Bereich sammeln konnten.
Mir begegnen immer wieder Jugendliche, die keine Ahnung haben, was sie nach der Schule machen sollen. Wenn sie dann von ihren Eltern die Möglichkeit bekommen, sich z.B. ein Jahr Zeit zu nehmen, um Erfahrungen in der Berufswelt zu sammeln, empfinde ich das als ideal – das sind die jungen Erwachsenen, bei denen ich miterleben durfte, dass es funktioniert. Die „reale Welt“ da draußen ist einfach nichts, das man sich ohne jegliche Erfahrung vorstellen kann – oder hattest du genaue Ideen davon, wie so ein Tag im Büro, auf dem Amt, im Krankenhaus oder in der Werkstatt wirklich ist?
Fünf Tage die Woche mehr als 8 Stunden täglich Akten zu bearbeiten, mit Patienten umzugehen oder z.B. Autos zu reparieren?
Wer weiß schon zum Ende der Schulzeit, wie aufreibend es ist, sich in vielen Bereichen im Wechselschichtsystem wiederzufinden? Wer hat eine Vorstellung davon, wie anstrengend es ist, im Kindergarten 8 Stunden lang an 5 Tagen die Woche um die 20 kleine Menschen um sich zu haben, oder im Einzelhandel den ganzen Tag zu stehen?

Ich glaube, dass jeder Jugendliche so viele Möglichkeiten nutzen sollte, wie er nur kann, um in möglichst viele Berufsbereiche hinein zu schnuppern. Und auch, um einfach Lebenserfahrung zu sammeln und sich dadurch selbst besser kennenzulernen. Dabei reicht es oft schon aus, nur wenige Tage (und in manchen Fällen sogar Stunden) neue Erfahrungen zu machen: dann nämlich, wenn die Vorstellung eine völlig andere war. Denn wenn man schon einmal weiß, was man NICHT will, ist man doch schon einen großen Schritt weiter!

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Ob es dann während der Schulzeit um Praktika oder Betriebsbesichtigungen geht oder es nach der Schule erst einmal ein freiwilliges soziales Jahr ist, das Jobben in der Firma, in der die Eltern arbeiten oder auch ein Auslandsaufenthalt – all das kommt natürlich sehr auf den Charakter des Jugendlichen an und auf die Möglichkeiten der Eltern. Wichtig ist Initiative, da es einfach eine der wichtigsten Entscheidungen überhaupt ist.
Wenn aber alle Beteiligten an einem Strang ziehen, das Beste für die Entwicklung der Kids wollen – dann gibt es tolle Möglichkeiten, ihnen den Weg in ein glückliches Berufsleben zu ebnen. 

Wie war das damals bei dir? Wie sind deine Entscheidungen gefallen?

Ich freu mich über deine Kommentare. 🙂

Hab einen erfüllten, dich inspirierenden Tag.


Yvonne

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